Gute Idee: das KDE-Tablet wird kommen

KDE-Tablet Spark
Quelle: Aaron Seigo, aseigo.blogspot.com

KDE-Entwickler Aaron Seigo hat am Wochenende in seinem Blog bekannt gegeben, dass es in Kürze ein „Spark“ getauftes 7-Zoll-Tablet mit vorinstalliertem System Plasma Active (eine unter Linux laufende, auf KDE basierende und für Touchscreen-Geräte optimierte Benutzeroberfläche) für rund 200 EUR zu kaufen geben wird. Das ist eine zu begrüßende Entwicklung.

Natürlich bietet das angekündigte Tablet lediglich vergleichsweise einfache Hardware; dafür ist es auch entsprechend günstig. Vor allem aber haben wir es bei Plasma Active um einen – im Vergleich mit den bisher vorherrschenden Tablet-Systemen iOS und Android – neuen, vielversprechenden Ansatz zu tun, der möglicherweise neue Einsatzmöglichkeiten für diesen Formfaktor eröffnet.

Die Verwendung von (im Linux-Bereich) etablierten Technologien und Bibliotheken sollte die Portierung von Desktop-Software vereinfachen und hoffentlich einige Entwickler anziehen, so dass die Anzahl der verfügbaren Anwendungen in einem relativ guten Tempo wachsen könnte.

Ich bin jedenfalls gespannt, was aus dem Projekt wird.

Weitere Informationen zu Plasma Active gibt es auf der offiziellen Projekt-Homepage. Ein kurzes Demo-Video existiert ebenfalls:

Apple und die Schulbücher

Apple hat einen bemerkenswerten Schritt getan: Das Unternehmen möchte in den Markt für Schulbücher dringen. Die Mittel der Wahl: iPad, ein eigenes geschlossenes E-Book-Format mit Mac-only Authoringsoftware sowie die iTunes-Vertriebsplattform. Technisch eigentlich keine schlechte Sache: statt zahlreicher dicker, schwerer Bücher ein einziges iPad im Schulranzen - dazu die Interaktionsmöglichkeiten, die ein solches elektronische Gadget bietet. Gefährlich ist dieser Schritt dennoch.

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So ein Keese

Eine Menge Käse
By Eva K. / Eva K. (Eva K. / Eva K.) [GFDL 1.2 or FAL], via Wikimedia Commons

Dass Christoph Keese, sowohl privat als auch in seiner Funktion als „Konzerngeschäftsführer Public Affairs bei Axel Springer“, seine ganz eigene Meinung zu netzpolitischen Themen (also pro SOPA und ACTA, pro Netzsperren, pro Leistungsschutzrecht usw.) hat, ist nicht nur nachvollziehbar, sondern auch sein gutes Recht. Problematisch wird das ganze, wenn er gefangen in siner Ideologie nicht nur ohne weitere Belege die Welt in Schwarz und Weiß einteilt (Google böse und kriminell, Digitale Gesellschaft e. V. doof, ARD und ZDF sowieso, Apple dagegen toll und Springer – selbstverständlich – heilsbringend), sondern obendrein Dinge dazu dichtet oder einfach nur durcheinander bekommt.

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Kim Schmitz – das wäre ein Film!

Den Lebenslauf zum Teil gefälscht, bereits in den Neunzigern als Hacker in Erscheinung getreten, äußerst erfolgreich mit Scheinfirmen und Betrügereien auf der New Economy-Welle geschwommen, einen ordentlich ausschweifenden Lebensstil gepflegt. Dazwischen einige Haft- und Bewährungsstragen. Nach der Schließung seines Filehosting-Dienstes MegaUpload in der letzten Woche nun seine (vorerst?) letzte Verhaftung.

Ich bin der Meinung, das Leben von Kim „Kimble“ Schmitz (auf dem Foto in der Wikipedia übrigens mit einem Amiga 4000 zu sehen; das waren noch Zeiten!) bietet genügend Stoff, um daraus endlich einmal einen kleinen Spielfilm zu machen :-) Bleibt die Frage, wer die Hauptrolle spielen soll. Neben Rainer Calmund käme mir das Jumbo Schreiner in den Sinn. Wenn Kim sich selbst spielt, sieht das übrigens so aus:

Das frühe Smartphone

Smartphone VPA Compact

Genau genommen konnte das frühe Smartphone (so um 2005) auch schon alles, was man heute mit dem Handy so macht. Allerdings war man damals noch so frei, Software und Musik aus beliebigen Quellen installieren zu können. Andererseits war das Software-Angebot nicht so groß wie heute. Und weil der mobile Internet Explorer so schlecht war, musste man fast schon zwangsweise auf Opera Mini, der auch nicht alles konnte, setzen.

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