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Aus der Traum

Sommermärchen, dritter Weltmeister-Titel in Folge, das auch noch im eigenen Land, feiernde Massen auf den Straßen … der Traum ist geplatzt. Sang- und klanglos verliert das deutsche Team gegen Japan nach Verlängerung mit 0:1. Nach dem tollen Spiel gegen Frankreich hatte man nicht unbedingt damit gerechnet, dass die Japanerinnen ein echtes Hindernis sein könnten auf dem Weg zum Titel. Von wegen.

Der Abend war für die gesamte Mannschaft bitter, ganz besonders aber sicherlich für Birgit Prinz, die nicht mehr eingewechselt wurde und damit keine Gelegenheit mehr bekommen hat, sich zu beweisen. Und natürlich für Kim Kulig, die bereits nach drei Minuten mit einem Kreuzbandriss unter Tränen ausgewechselt werden musste. Irgendwie war das sinnbildlich für das gesamte Spiel: die Deutschen waren verzweifelt. Sie sind gegen die Japanerinnen angerannt, haben alles versucht, am Ende aber hat es nicht für einen Erfolg gereicht.

Es reicht eben nicht aus, auf dem Papier die bessere Mannschaft zu sein. Gestern abend waren die Deutschen nicht besser als die Japanerinnen. Über die Gründe wird man noch fleißig diskutieren und spekulieren. Und beim nächsten großen Turnier funktioniert vielleicht alles wieder besser. Vielleicht wird die nächste EM oder die WM in vier Jahren das Turnier für Kim Kulig und Alex Popp, von denen ich nach tollen Vorbereitungsspielen eigentlich gedacht hatte, dass sie bereits bei dieser Weltmeisterschaft herausragende Rollen einnehmen würden. Birgit Prinz jedenfalls wird diese Gelegenheit nicht mehr bekommen. Ihre Karriere im Nationalteam beendete sie als Zuschauerin auf der Bank.

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