Weblog-Archiv

April 2010

grmfplst -argh | pfft –Hmpft

Linux ist toll. Und dennoch scheitern zahlreiche Neulinge an einer (scheinbaren) Komplexität und einer vielleicht ungewohnten Philosophie. Viel schlimmer aber: die „alten Hasen“ gehen bei ihrer gern gegebenen Hilfestellung häufig von falschen Voraussetzungen aus. Und dann kommen solche amüsanten Reaktionen heraus:

Manchmal kommen mir im Internet recherchierte Anleitungen für dies und das so vor wie „Gib auf der Konsole […] ‚grmfplst -argh | pfft –Hmpft‘ (Großes H natürlich, weil sonst gehts nich) ein.“


(Benutzer „gazetto“ im ubuntuusers.de-Forum)

Handy-TV: bleibt DVB-T die einzige Option?

Auch zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010 wird es vermutlich dabei bleiben, dass DVB-T die einzige sinnvolle Möglichkeit ist, die Spiele über das Handy zu verfolgen.

Zwar hat die FIFA angekündigt, die Spiele per Live-Stream mobilgerecht anbieten zu wollen – genauere Informationen darüber, unter welchen Bedinungen die Streams verfügbar sein werden (Direktvermarktung oder Umweg über die Netzbetreiber, Preise etc.), gibt es noch nicht (oder konnte ich zumindest bisher nicht finden). Selbst kostenlos angebotene Streams würden beim Endkunden das Vorhandensein einer Daten-Flatrate voraussetzen. Diese wiederum kommen zwar dank iPhone, Android und Konsorten langsam in Mode, sind aber trotzdem teuer und noch lange kein Standard.

T-Mobile versucht bereits seit einiger Zeit mit „MobileTV“, IPTV auf breiter Basis bei seinen Kunden zu etablieren – ab rund 5 EUR pro Monat geht der Spaß los.[1] Wenn man sich die Bewertungen im AppStore so anschaut, scheint das aber nicht gerade fabelhaft zu funktionieren. Und ob bzw. welche Angebote es zur Weltmeisterschaft geben wird, ist mir auch nicht bekannt.

[Update: Mittlerweile enthält die MobileTV-App ein buchbares Paket zur Fußball-WM, das alle Spiele plus Vor- und Nachberichterstattung sowie weitere Extras enthalten soll. Im Monatsabo ist das Paket für 4,95 EUR erhältlich. Ein Tageszugang kostet 1,95 EUR.]

Das andere Modell sieht so aus: DVB-T-fähige Mobiltelefone gibt es seit einiger Zeit für relativ wenig Geld auf dem Markt; die öffentlich-rechtlichen Sender sollten per DVB-T bundesweit verfügbar sein – und Zusatzkosten dürften dadurch ebenfalls ausgeschlossen sein, es sei denn, man zahlt bisher keine Rundfunkgebühren.

Bleibt also abzuwarten, was es bis zum Start der Fußball-WM noch an Angeboten geben wird; vielleicht gibt es ja noch Überraschungen.


[1] Lustig in diesem Zusammenhang: Während T-Mobile die Nutzung von Instant Messanging und VOIP über seine Datenflat-Tarife ausschließt mit der Begründung, die Netze könnten durch diese Dienste überlastet werden, scheint IPTV auch in einem größeren Umfang kein Problem zu sein.

Plädoyer für saubere Energiequellen

Deepwater Horizon
Foto: US-Küstenwache

Wenn diese explodierende, abbrennende und anschließend im Meer versinkende Öl-Bohrplattform nicht ein Plädoyer für saubere, regenerative Energiequellen ist, dann weiß ich auch nicht …

Endspurt in der Bundesliga

Die letzten Tage und Wochen in der Bundesliga sind immer so schön hektisch. In diesem Jahr verschieben die Bayern und Schalke die Entscheidung um die Deutsche Meisterschaft anscheinend noch auf den allerletzten Spieltag. (Als wenn Schalke noch einmal die Meisterschale holen könnte :-p)

Derweil kämpfen Werder, Leverkusen und Dortmund um den dritten Champions League-Platz, wobei ich aus Werder-Sicht kein gutes Ende erwarte (aufgrund des harten Restprogrammes gegen Schalke und Hamburg).

So richtig tragisch präsentiert sich allerdings (neben der Hertha) der HSV in dieser Saison: Konnte man nach Ende der Hinrunde noch hoffnungsvoll eine Beteiligung am Meisterschaftskampf erwarten und wollte auch in den zwei Pokalwettbewerben „oben mitspielen“, hat man sich spätestens an diesem Donnerstagabend auch noch das letzte Saisonziel verspielt: kein Finale in der Europa League, ein halbwegs frühes Ausscheiden im DFB-Pokal und am Ende (trotz der Meisterschaftsambitionen, die man in Hamburg zumindest gefühlt auch seit mindestens 10 Jahren hat!) keine internationale Qualifikation – da half auch die späte Entlassung von Trainer Bruno Labbadia nichts mehr.

Schlimmer trifft es in dieser Spielzeit nur noch Fans von Hannover 96 und von Hertha BSC Berlin …

Girls’Day

Girls’Day hieß dann heute bei mir, zunächst auf dem Weg zum Einkaufen fast ein Mädel über den Haufen zu fahren, das sich zwar vorher umgeschaut hatte aber dennoch vollkommen unbeeindruckt auf den Fahrradweg gerannt ist, um nur wenige Minuten später im Supermarkt von einem anderen furchtbar hübschen, sich gerade (in gefühlter Zeitlupe) teilweise entblößenden Mädel selbst fast umgerannt zu werden. Möchte einmal wissen, wo die mit ihren Gedanken gewesen ist.

Die Bayern sind nicht mehr zu stoppen

Die Bayern sind nicht mehr zu stoppen. Ja. Das meine ich ernst. Und es tut mir leid. Es ist furchtbar. Eigentlich ertrage ich es überhaupt nicht.

Ich habe noch gezweifelt vor dem Pokalspiel gegen Schalke. Und vor dem Rückspiel gegen ManU. Aber spätestens seit dem 1:0 gegen Lyon im Halbinal-Hinspiel der Champions League ist klar: niemand kann die Bayern mehr stoppen. Alles riecht nach einem Hattrick: Deutsche Meisterschaft, Champions League und DFB-Pokal. Und wenn ich ehrlich bin: in der Top-Form, in der sich die Bayern seit Monaten(!) präsentieren, hätten sie die drei Titel auch noch verdient.

Der FC Bayern ist ja nach einem durchaus schwierigen Start in die aktuelle Saison nicht einfach nur dort angekommen, wo er seinem Selbstverständnis nach immer sein sollte; nein, die Bayern haben alle potentiellen Konkurrenten (ha ha) dermaßen überholt, dass man sich fragen muss, ob sich das Zuschauen in der kommenden Saison überhaupt noch lohnt.

Aber vielleicht sehe ich das im Moment ein wenig zu pessimistisch.

Google visualisiert Löschanfragen

Google Removal Requests
Screenshot von http://www.google.com/governmentrequests/

Google sorgt für Transparenz und stellt eine neue, kleine Website vor, auf der weltweite Löschanfragen und Auskunftsersuchen in der zweiten Jahreshälfte 2009 dargestellt werden. Eine Bewertung der Zahlen (etwa eine Spekulation darüber, wie hoch der Anteil an nicht strafrechtlich relevanten Inhalten sein mag) spare ich mir auf die Schnelle – bei Netzpolitik.org gibt es dafür einen ersten Kommentar. Von dort habe ich auch einfach die Headline übernommen.

Kiss Me

Oh, kiss me beneath the milky twilight
Lead me out on the moonlit floor
Lift your open hand
Strike up the band and make the fireflies dance
Silver moon's sparkling
So kiss me

Das nennt ihr einen Skandal?

Das soll ein Skandal sein? Na ja, überall ein paar kleine Headlines und Artikelchen zur möglichen Verstrickung Franck Ribérys in eine Geschichte, in der es neben der französischen Nationalmannschaft immerhin um eine minderjährige Prostituierte geht. Aber sonst? Auch in den Fußball-Blogs bleibt es (soweit ich das sehe) bislang noch recht ruhig um das Thema.

Ohne Ribéry etwas böses zu wollen, wundere ich mich schon, dass (noch) erstaunlich wenig Wind gemacht wird im Vergleich zu anderen „Storys“ (remember Max Mosley?). Aber: mal schauen, wie sich das ganze noch entwickelt.

Der Tod ist die logische Konsequenz soldatischen Handelns

Ein ernstes Thema, zu dem Georg Schramm harte (aber passende, wie ich finde) Worte findet.

Ein USB-Aquarium brauche ich jetzt jedenfalls nicht mehr

Besser als jedes USB-Aquarium

Seit Jahren schon habe ich mir immer eines von diesen kleinen niedlichen USB-Aquarien gewünscht, die man sich schön auf den Schreibtisch stellen kann, um mich hin und wieder von den Fischen ablenken zu lassen …

Alles Quatsch! Geht nämlich viel besser: Seit ein paar Tagen haben wir nun (zusätzlich zu unserem etwas größeren Becken) ein Nanobecken, das wir – nachdem der Drucker dort verbannt worden ist – noch einigermaßen gut auf dem Schreibtisch unterbringen konnten. Im Moment sind nur ein paar Sumatra-Barben darin, ein wenig Gesellschaft werden sie aber sicherlich noch bekommen.

Wer einmal in das Becken schauen möchte, kann das gerne über die Noch-Catcam tun, die wir fürs erste zur Fishcam umfunktioniert haben und vermutlich auch eine Weile als solche betreiben werden. Sushi hat sich ohnehin nur äußerst selten vor der Kamera gezeigt …

Opera Mini für das iPhone ist da

Es ist soweit: Apple hat – für viele etwas überraschend – den Webbrowser Opera Mini für den AppStore freigegeben. Der Download ist seit Mitte der vergangenen Woche möglich.

Erste Eindrücke: Er ist schnell, tabbed Browsing ist im Vergleich zu Safari eine echte Wohltat, und das User Interface ist auch einigermaßen ordentlich geworden. (Etwas entfernt vom üblichem Look and Feel auf dem iPhone.) Das größte Manko: Opera Mini auf dem iPhone beherrscht kein JavaScript. Der Proxy-Server wertet wohl noch JavaScript aus, aber auf dem Endgerät wird kein Code mehr ausgeführt.

Ansonsten ist Opera Mini eine tolle Alternative zum Safari, vor allem dann, wenn man mal nicht per UMTS oder WLAN surfen kann.

The Big L.

Hey, das waren noch Zeiten! Da spendiere ich ausnahmsweise glatt ein *lol* #HardRock

Musik zur Weltmeisterschaft

Noch etwas mehr als zwei Monate, dann beginnt bereits die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Und? Musikalisch schon darauf eingestimmt? Ich jedenfalls noch nicht. Ich weiß nicht, wie lange es noch dauern wird, bis die Radios „voll sein werden“ mit Songs zur WM, aber es wird schon noch passieren :-)

Wenn ich das jetzt richtig gesehen habe, gibt es mit „Waving Flag“ von K'naan den diesjährigen offiziellen WM-Song (siehe unten). Gefällt mir sogar eigentlich ganz gut.

An die Leser: was waren die besten Songs zur den großen Turnieren bisher – gleich, ob offiziell oder nicht? Ich habe einen klaren Favoriten: „Un'Estate Italiana“ von Gianna Nannini und Edoardo Bennato zur WM 1990; an zweiter Stelle „Forca“ von Nelly Furtado für die EM 2004 in Portugal.

No Rain

Über die Ostertage soll es hier auch mal wieder etwas Musik geben. Klasse Song aus dem Jahr 1992: „No Rain“.

Ubuntu bekommt einen integrierten Music Store

Es gibt vor allem drei Gründe für mich, auf die in Kürze erscheinende Ubuntu-Version 10.04 (Spitzname „Lucid Lynx“) gespannt zu sein: erstens gibt es bei mir in der aktuellen Version einige nervtötende Bugs rund um den Musik-Player Rhythmbox (Macken im Umgang mit MTP-Devices, Codec-Probleme, Abstürze …); zweitens habe ich hier noch einen DVB-T-Stick herumliegen (für meinen EeePC und die anstehende Fußball-WM), der erst in der nächsten Ausgabe regulären Support erhält.

Der dritte Punkt aber ist ein echtes Highlight unter den Neuerungen: der Ubuntu One Music Store.

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Frohe Ostern!

Frohe Ostern!

Der kleine Gewi wünscht allen Besuchern ein frohes Osterfest und ein paar erholsame Tage!

Veränderungen in der Nationalmannschaft

Im Werderblog wird schonungslos aufgedeckt, was in den nächsten Wochen alles mit der deutschen Nationalmannschaft passieren wird.

Zum Artikel

Fünf Lügen über die WM

Greenpoint Stadion Kapstadt im Dezember 2008
Lizenz und Quelle: CC by-sa Wikimedia Commons, Alex@Eddi

Dominik Bardow untersucht für den Freitag ein paar Aussagen zur Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika. Das Ergebnis zeichnet kein gutes Bild. Zum Artikel

Warum kann der DFB einen Fehler nicht eingestehen?

Beim 4:2-Sieg am vergangenen Samstag gegen Nürnberg ist Torsten Frings ganz offensichtlich zu Unrecht wegen einer vermeintlichen Tätlichkeit mit Rot vom Platz geflogen und wird dennoch für das kommende Bundesligaspiel gegen Dortmund wegen „wegen unsportlichen Verhaltens“ gesperrt sein.

Während die eigentliche Fehlentscheidung und eventuell auch die sich daraus ergebende Strafe zu akzeptieren ist, kritisiert der Verein in aller Deutlichkeit die Urteilsbegründung, denn von unsportlichem Verhalten kann in diesem Fall keine Rede sein.

Ich meine: Dem DFB stünde es tatsächlich gut, in solchen Situationen andere Formulierungen zu finden.

Internet Explorer 9 nutzt Webkit

Microsoft möchte sein Versprechen wahrmachen, dem kommenden Internet Explorer 9 die Unterstützung für moderne Web-Standards wie HTML5 und CSS 3 beizubringen. Wie der Software-Riese aus Redmond heute mitteilte, greift man dafür zu einer überraschenden Maßnahme: Die eigene Rendering-Engine „Trident“ soll ab der kommenden Version des Internet Explorers durch Webkit ersetzt werden.

Das von Apple als Open-Source-Software entwickelte Webkit basiert auf der aus dem KDE-Projekt hervorgegangenen KHTML-Bibliothek und wird neben Safari auch im Google-Browser Chrome verwendet. Webkit gilt als eine der fortschrittlichsten Rendering-Engines überhaupt.

Microsoft begründet den ungewöhnlichen Schritt mit hohen Entwicklungskosten, die ein Aufbohren der eigenen Software verursacht hätte. „Auf diese Weise haben wir die Möglichkeit, unseren Kunden ihre gewohnte und akzeptierte Umgebung anbieten zu können, ohne dass möglicherweise funktionale Einschränkungen im Vergleich zu anderen Produkten dieser Art hingenommen werden müssen“, wird ein Firmensprecher zitiert.

Die Webkit-Version für den Internet Explorer wurde dafür auch um die Möglichkeit erweitert, die Microsoft-typischen ActiveX-Controls einzubetten. Hohe Migrationsaufwände bei der Umstellung auf neue Explorer-Versionen sollen so vermieden werden.

Version 9 des Browser-Marktführers soll 2011 erscheinen.