Weblog-Archiv

Januar 2011

UPnP-Audio-Streaming unter Android und iOS

[Lautsprecher]
Peter.shaman at pl.wikipedia [GFDL, CC-BY-SA-3.0 or CC-BY-SA-2.5-2.0-1.0], Wikimedia Commons

Als ich mein iPhone damals ganz neu hatte, kam mir früh die Idee für eine Killer-App: ein Audio-Streaming-Client für das DLNA/UPnP-Protokoll. (Naheliegend. Immerhin kann „mein“ Linux von Haus aus seine Musik über dieses Protokoll verteilen.) Natürlich habe ich das Vorhaben niemals in die Tat umgesetzt. Allerdings hätten sich die Bedingungen der GPL auch nicht mit denen von Apples App Store in Einklang bringen lassen. Mein damaliger Chef, der sein Handy sicherlich anders nutzt als ich, schien mich angesichts dieser Idee für relativ bekloppt zu halten, so war zumindest mein Eindruck.

Na ja. Wer heute ein Android-Handy oder -Tablet in der Hand hält, wird feststellen, dass – Überraschung! – UPnP-Streaming zum Standard-Funktionsumfang der installierten Software gehört. Auch für iOS gibt es mittlerweile, beispielsweise mit dem PlugPlayer, im App Store verfügbare UPnP-Streaming-Clients.

Also: Um überall zu Hause (im Bad, in der Küche …) durch seine Musiksammlung zu zappen, braucht man nicht gleich den gesamten Kram mit seinem Mobilgerät zu synchronisieren – ohnehin eine blöde Idee, von der Apple bei der letzten Revision seines AppleTV nicht ihne Grund auch endlich Abstand genommen hat!

Werder: Mit Vollgas in Richtung Abstieg

Werder steckt nicht erst seit der blamablen 0:3-Niederlage am vergangenen Samstag gegen die notorisch abstiegsgefährdeten Kölner ebenfalls ganz tief im Abstiegskampf. Und dabei ist man an der Weser entweder unfähig oder nicht bereit, endlich zu handeln. Klaus Allofs hält weiter bedingungslos an Trainer Thomas Schaaf fest und sieht auch keinen Bedarf, bis Ende der Transferperiode den Kader noch zu verstärken.

Der negative Trend zeichnet sich in Bremen dabei schon seit mindestens zwei Jahren ab: Während Leistungsträger (Klose, Klasnic, Diego, Özil …) nicht ersetzt werden konnten oder wollten, wurde die Einkaufsliste nach einigen recht gelungenen Jahren mehr und mehr zur Liste des Grauens: Alberto, Sanogo, Boenisch, Tosic. Husejinovic, Prödl, Tziolis, Moreno, Abdennour, Wagner, Silvestre, Arnautovic. Habe ich da noch jemand schlimmes vergessen?

Der einst so erfolgreiche Sturm hat jegliche Durchschlagskraft verloren, mit Rosenberg (nur ausgeliehen) und Almeida haben die einzigen Stürmer, die neben Pizarro noch Profi-Niveau erreichten, den Verein verlassen. Die Abwehr erlebt seit dem Abgang von Ismaël einen schwarzen Tag nach dem anderen und einen, der „das Spiel macht“ hat Werder auch schon lange nicht gesehen. Vergessen sollte man schließlich auch die Tatsache nicht, dass selbst Özil und stärker noch Diego ganz ordentliche Diven waren, die an ihren schlechten Tagen auch das komplette Team nach unten zeihen konnte, anstatt das Spiel kreativ zu gestalten.

Während dem Kader mittlerweile also jede Qualität abgeht (was ist schon ein Frings heutzutage im Vergleich zu seiner Form 2006 oder 2007?), besteht Manager Allofs auf einem „Weiter so“ und Trainer Thomas Schaaf wird zusehends ratloser, deutet sogar hier und da einen möglichen Rücktritt an. So sehr ich mir wünsche, dass das Duo Schaaf und Allofs noch die Probleme bei Werder lösen kann, so sehr bin ich mittlerweile davon überzeugt, dass ein Festhalten an den beiden in die zweite Liga führt.

Marketing-Bullshit: Auf in die Cloud!

Auf in die Cloud!

Marketing. Unendliche Weiten. Und so weiter. So ganz verstehen Normalsterbliche ohnehin nicht, was für Gedankengänge ihren Weg durch die großen Marketing-Abteilungen so machen, während Kampagnen für die größten Unternehmen der Welt konzipiert werden.

Bei den von Microsoft engagierten Agenturen, das zeigt die Erfahrung, wird häufig besonders wenig oder besonders merkwürdig konzipiert. Anders jedenfalls ist nicht zu erklären, das im aktuellen Spot für Windows nicht nur von der eigenen Familie als „Brut“ die Rede ist (ja, schon klar, das soll so eine Art von Humor sein), sondern auch noch zielgruppengerecht mit dem Claim „Auf in die Cloud“ geworben wird. Cloud, Cloud, was ist denn nur eine Cloud? Aus der Wikipedia:

Cloud Computing bzw. Rechnerwolke ist primär der Ansatz, abstrahierte IT-Infrastrukturen (z. B. Rechenkapazität, Datenspeicher-, fertige Software- und Programmierumgebungen als Service) dynamisch an den Bedarf angepasst über ein Netzwerk zur Verfügung zu stellen. Die Verarbeitung der Daten durch Anwendungen wird dabei für den Nutzer transparent, verblasst somit gewissermaßen in einer „Wolke“.

Selbst in den Informatiker-Kreisen, in denen ich mich zwangsläufig so bewege, ist das nicht unbedingt jedem klar – zumal der Begriff noch relativ jung ist. Für Microsoft ein geeigneter Begriff, den man im Claim für Windows 7 Hedwig und Heinz im Vorabend-Fernsehprogramm um die Ohren hauen kann, vielleicht ja in der Hoffnung, dieses Mal einen Trend nicht zu verschlafen, sondern selbst zu prägen?

Für meinen Geschmack könnte Microsoft lieber gleich so inhaltslose und austauschbare, dafür aber wenigstens eingängige Aussagen nutzen wie Apple: „Es ist magisch!“ Schlimmer hat es seinerzeit eigentlich nur Motorola gemacht: „Der weltweit erste QWERTZ-Slider mit Android 2.0“. Ja ne, ist klar.

IGEL Piratenpartei