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Ennergie!!!

Bernd Saxe macht Werbung. Nein, Bernd Saxe macht keine Webung. Genau genommen lässt er Werbung machen. Eigentlich wäre es angesichts seines Plakat-Werbespruchs die Sache unseres ehemaligen Pressesprechers, Marzipan(h)erzen zu verteilen, aber an dem Exemplar, das ich gestern morgen vor dem Bahnhof in die Hand gedrückt bekommen habe, klebte ein Flyer mit Saxes Konterfei. Die Rückseite liest sich unterhaltsam, teilweise schon belustigend. Ein Ausschnitt daraus, die Ziele der Lübecker SPD nämlich, sind im Bild oben zu sehen. Netterweise hat Saxe auch noch gleich einen kleinen, niedlichen Fehler versteckt. Und ich meine nicht einmal einen inhaltlichen Fehler.
Jahresrückblick 2009
Angesichts bestimmter Ereignisse (warum eigentlich immer gegen
Jahresende?) fällt es mir ein wenig schwer, meinen kleinen,
persönlichen Rückblick auf das vergangene Jahr zu veröffentlichen.
Während „da draußen“ alle möglichen Katastrophen passieren,
kann ich eigentlich nicht klagen. Na ja, das stimmt nicht ganz. Aber
abgesehen von den ewigwährenden Problemen, die ich ohnehin für mich behalte und
gewissen, na ja, sagen wir „kommunikativen Schwierigkeiten mit
bestimmten Personen“, verlief das Jahr zur Abwechslung eigentlich
ganz gut. Und die Liebenswerte an meiner Seite hat ohnehin alles mehr
als nur erträglich gemacht ![]()
Die guten Vorsätze (nicht gerade wenige) für das neue Jahr stehen schon, die Silvester-Party auch. Und während wir also – wie immer – auf ein besseres neues Jahr hoffen, hier ein kurzer Jahresrückblick aus meiner Sicht:
Sieh an: die SPD lehnt Internetsperren ab
Das ist ja kaum zu glauben: Mit deutlichen Worten wendet sich die SPD nun doch gegen das Internet-Sperrgesetz. Bis zur Bundestagswahl hatte man anscheinend immer den Standpunkt vertreten, daß jegliche innerparteiliche Diskussion um dieses Gesetzesvorhaben der SPD nur schaden würde, schließlich könnte man in Verdacht geraten, nichts (oder zumindest nicht alles) gegen die Verbreitung von dokumentiertem Kindesmißbrauchs zu tun.
Daß sich bei der SPD nun doch die Erkenntnis breitmacht, daß das Gesetz keine so gute Idee gewesen ist, ist zwar zu begrüßen. Daß die SPD jedoch bei nächster Gelegenheit nicht sofort wieder in die andere Richtung kippt, muß sie uns erst noch beweisen.
Noch einmal Vorratsdatenspeicherung
Bettina Winsemann, auch bekannt als Twister, rechnet in einem absolut lesenswerten Artikel bei Telepolis – anscheinend mit einer gewissen Portion Wut im Bauch – mit der SPD bzw. deren Umgang mit dem Thema Vorratsdatenspeicherung ab und macht das Verhalten einiger prominenter Politiker direkt für die Politikverdrossenheit in unserem Lande verantwortlich. Durchaus nachvollziehbar.
Außerdem: Wolfgang Schäuble selbst schreckt ja bei der Verteidigung seiner Visionen nicht vor Nazi-Vergleichen zurück, sollte sich dann aber auch nicht wundern, wenn seine unerträgliche Rhetorik auch (nicht erst neuerdings) mit gleichartigen Vergleichen abgewatscht wird. Biespiele gefällig? Nummer eins: Herrmann Görings Methoden funktionieren noch immer, Nummer zwei: Hitler gegen Schäuble – ein Vergleich.