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Medienrevolution

iPhone-Dock mit Fernbedienung

Langsam hat es begonnen. Irgendwann hatten unsere Rechner so gute (und dabei für alle erschwingliche) Soundkarten eingebaut, dass wir am PC mindestens in CD-Qualität Musik hören konnten. Anfangs waren es noch Wave-Dateien, später die ersten MP3s, die man oft genug noch selbst von CD gerippt hat, statt sie aus dem Internet zu laden. Nach und nach kamen dann Internetradio, Napster, schnelle DSL-Anschlüsse, getauschte Videos, iTunes, irgendwann Napster mit Flatrate, WLAN und Streaming-Angebote wie Grooveshark oder Spotify und zuletzt massenweise Smartphones inklusive bezahlbarer Internet-Flatrates.

Die kabellose Smartphone- oder Tablet-Dockingstation, vielleicht noch gemischt mit AppleTV, GoogleTV oder (Samsungs) Smart TV, macht DVD-Player, Mini-Disk-Deck, Radio-Tuner und den Rest der teuren HiFi-Anlage im Wohnzimmerschrank komplett überflüssig. Streaming-Apps wie Last.FM, TuneIn Radio, Spotify, Putpat, Youtube oder The Hype Maschine liefern Inhalte ohne Ende, mit und ohne Bild, für jeden Geschmack etwas.

Da ich in den letzten Tagen etwas Freizeit hatte, habe ich tatsächlich genau das getan: Bis auf den Verstärker habe ich die komplette HiFi-Anlage entsorgt. Inhalte kommen über den internetfähigen Fernseher oder die angeschlossene Dockingstation für das iPhone. Was will man noch mehr?

[Crosspost]

500 Dollars?!

Tja. Das, was Steve Ballmer in dem oben gezeigten Video erzählt, nennt man wohl eine klassische Fehleinschätzung. Nicht nur, dass sich – auch im Business-Bereich – die Nutzer daran gewöhnt haben, keine physische Tastatur mehr am Handy zu haben, nein, mittlerweile lautet die UVP für das aktuelle Windows-Phone-Flaggschiff Nokia Lumia 900 auch satte 579,- Euro. Ach ja. Vom Zune übrigens redet auch niemand mehr.

E-Book-Irrsinn

Vor etwa einem Jahr habe ich es endlich gewagt: Nachdem ich es mir lange Zeit nicht leisten konnte, habe ich endlich in einen E-Book-Reader investiert. Der Sony PRS-650 war zwar relativ teuer, dafür aber ein sehr edles und hochwertig verarbeitetes Gerät mit einem absolut überzeugenden eInk-Display, das zum Lesen geradezu einlädt. Mit SD-Kartenslot und Unterstützung für zahlreiche Formate, darunter natürlich auch der ePub-Standard, schien man bestens gerüstet, das Gerät mit Lesestoff zu versorgen. Und genau hier beginnt das Problem.

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Das unbekannte Siri-Original

Von wegen, großartige Erfindung –am Arsch! So also sah Siri (die Magische Miesmuschel!) im Original aus:

Via wortkotze.net.

UPnP-Audio-Streaming unter Android und iOS

[Lautsprecher]
Peter.shaman at pl.wikipedia [GFDL, CC-BY-SA-3.0 or CC-BY-SA-2.5-2.0-1.0], Wikimedia Commons

Als ich mein iPhone damals ganz neu hatte, kam mir früh die Idee für eine Killer-App: ein Audio-Streaming-Client für das DLNA/UPnP-Protokoll. (Naheliegend. Immerhin kann „mein“ Linux von Haus aus seine Musik über dieses Protokoll verteilen.) Natürlich habe ich das Vorhaben niemals in die Tat umgesetzt. Allerdings hätten sich die Bedingungen der GPL auch nicht mit denen von Apples App Store in Einklang bringen lassen. Mein damaliger Chef, der sein Handy sicherlich anders nutzt als ich, schien mich angesichts dieser Idee für relativ bekloppt zu halten, so war zumindest mein Eindruck.

Na ja. Wer heute ein Android-Handy oder -Tablet in der Hand hält, wird feststellen, dass – Überraschung! – UPnP-Streaming zum Standard-Funktionsumfang der installierten Software gehört. Auch für iOS gibt es mittlerweile, beispielsweise mit dem PlugPlayer, im App Store verfügbare UPnP-Streaming-Clients.

Also: Um überall zu Hause (im Bad, in der Küche …) durch seine Musiksammlung zu zappen, braucht man nicht gleich den gesamten Kram mit seinem Mobilgerät zu synchronisieren – ohnehin eine blöde Idee, von der Apple bei der letzten Revision seines AppleTV nicht ihne Grund auch endlich Abstand genommen hat!

Ausprobiert: IPTV mit der Telekom auf dem iPhone

Die Telekom bietet für seine Mobilfunkkunden verschiedene IPTV-Angebote; mit der passenden App ist dies auch auf dem iPhone möglich. Das (einzeln buchbare) Bundesliga-Paket kostet 4,95 EUR monatlich.

Das muss ich auch einmal ausprobieren, dachte ich mir und habe das Paket für Mai und somit die zwei letzten Bundesliga-Spieltage der gerade abgelaufenen Saison gebucht.

Die iPhone-App ist gut gelungen: sie ist selbsterklärend und durchaus ansprechend gestaltet. Das wichtigste: das Hinzubuchen und Abbestellen von Programmpaketen ist direkt aus der Anwendung heraus möglich. Fair ist, dass die Pakete keine unverschämte Mindestlaufzeit haben, sondern monatlich umgebucht werden können. (Davon kann Vodafone noch lernen, würde ich mal sagen :-) )

Während also die Rahmenbedingungen wirklich in Ordnung bis gut sind, ist das Endergebnis leider sehr enttäuschend und bestätigt meine ablehnende Haltung IPTV auf Handys gegenüber: Trotz UMTS (was sich derart übel auf die Akkulaufzeit meines iPhones auswirkt, dass ich üblicherweise darauf verzichte) war die Bildqualität generell „nicht sehr gut“ (was gerade bei Fußball auch wirklich stört), es gab furchtbar viele Aussetzer, Ruckler, Störungen und komplette Verbindungsabbrüche, bei denen es jeweils meist mehrere Minuten gedauert hat, bis eine neue Verbindung zum IPTV-Server wieder hergestellt werden konnte.

Da ich keines dieser unverschämt teuren Videokabel für mein iPhone habe, konnte ich leider nicht ausprobieren, ob die Wiedergabe von MobileTV auf einem externen Gerät (dem Fernseher beispielsweise) möglich ist.

Zur Fußball-Weltmeisterschaft bietet die Telekom nun auch ein spezielles Paket an, das alle Spiele sowie Vor- und Nachberichterstattung und weitere Extras enthalten soll. Kostenpunkt: ebenfalls 4,95 EUR pro Monat oder 1,95 EUR für einen Tageszugang.

Messen lassen muss sich dieses Angebot mit der Möglichkeit, mit einem DVB-T-fähigen Handy das frei empfangbare Programm ohne jegliche Zusatzkosten schauen zu können. DVB-T ist nicht überall verfügbar; wo es verfügbar ist, ist es meiner Meinung nach die deutlich bessere Alternative, weil mit weit weniger technischen Problemen zu kämpfen ist.

Wer unterwegs die Bundesliga gucken möchte oder kein DVB-T empfangen kann, für den sind diese IPTV-Angebote die einzige Möglichkeit.

Apples geheuchelte Offenheit

Apfel
Lizenz und Quelle: CC by-sa Wikimedia Commons, Rasbak

Die Offenheit, mit der sich Apple von Adobe und dessen Flash-Gedöns neuerdings so offen abwendet, findet ihre Schranken leider schon in der Nutzung beliebiger Kopfhörer bei tragbaren Musik-Playern (ein Kunststück, das übrigens nicht einmal Sony mit ihren MiniDisk-Playern hinbekommen hat) oder auch in einer vollkommen stur und sinnlos kastrierten Bluetooth-Unterstützung in iPhone und iPad, dem fehlenden Kartenslot und USB-Interface in eben diesen Geräten.

Weil Apple so furchtbar offen ist, darf ich mir kein Videokabel für 5 EUR kaufen (es müssen schon 45 EUR sein), weil Apple so furchtbar offen ist, beschwert sich mein iPhone dennoch ab und zu über inkompatible Hardware, wenn ich es auf mein Original-Apple-Dock stelle. Weil Apple so furchtbar offen ist, darf ich keine mit meinem iPhone gemachten Fotos per Bluetooth auf meinen Rechner schicken.

Weil Apple so furchtbar offen ist, darf ich nicht (mehr) mit C# und Mono für das iPhone entwickeln, muss eine kostenpflichtige und vorzensierte Distribution in Kauf nehmen. Und ich muss neben Vorbis und Theora „selbstverständlich“ auf Flash verzichten.

Ihr seid heuchlerische #$*?!, aber mal im Ernst!

Opera Mini für das iPhone ist da

Es ist soweit: Apple hat – für viele etwas überraschend – den Webbrowser Opera Mini für den AppStore freigegeben. Der Download ist seit Mitte der vergangenen Woche möglich.

Erste Eindrücke: Er ist schnell, tabbed Browsing ist im Vergleich zu Safari eine echte Wohltat, und das User Interface ist auch einigermaßen ordentlich geworden. (Etwas entfernt vom üblichem Look and Feel auf dem iPhone.) Das größte Manko: Opera Mini auf dem iPhone beherrscht kein JavaScript. Der Proxy-Server wertet wohl noch JavaScript aus, aber auf dem Endgerät wird kein Code mehr ausgeführt.

Ansonsten ist Opera Mini eine tolle Alternative zum Safari, vor allem dann, wenn man mal nicht per UMTS oder WLAN surfen kann.

Kommt Opera Mini auf das iPhone?

Meine Begeisterung für Opera Mini habe ich ja noch nie besonders versteckt, und so dürfte es keine Überraschung sein, dass ich Operas Bemühungen, den Mini auf das iPhone zu bringen, nur unterstützen kann.

Mittlerweile hat Opera die Portierung seiner Software abgeschlossen und seine App bei Apple zur Freigabe im Store eingereicht. Um auch den Druck auf Apple ein wenig zu erhöhen, wird dieser Schritt von einer entsprechenden Pressemeldung, einer eigenen Website mit „CountUp“ und einem schönen Demo-Video begleitet.

Vor allem weil Safari auf meinem iPhone 3G tatsächlich relativ träge ist (vor allem bei der Vor-/Zurück-Navigation und beim Tabbed Browsing, das quasi gar nicht mehr praktikabel ist), würde ich mich sehr über eine iPhone-Version von Opera Mini freuen.

Neu: UberDice für Windows, MacOS, Linux und iPhone / iPod touch

Ausschnitt: UberDice

Es hat lange gedauert – eigentlich zu lange. Aber seit heute morgen steht nun endlich mein neues Würfelspiel „UberDice“ zum Download bereit. Neben der Desktop-Variante (für Windows, MacOS und Linux) gibt es auch eine Version für iPhone und iPod touch.

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