Erdoğans Pressesprecher klärt auf

Ich bin spät dran, mit diesem Beitrag, ich weiß. Und nebenbei gesagt weigere ich mich, Jan Böhmermann wie in letzter Zeit so oft gehört als »Böhmi« zu bezeichnen, denn dieser Spitzname ist für mich bereits für eine andere Person reserviert, obwohl die es gar nicht mag, (von mir) so genannt zu werden … Aber das spielt doch alles keine Rolle … Denn: der Pressesprecher von Erdoğan erzählt aus dem Nähkästchen! Und auch wenn die Unterlegung dieses Videos mit wechselnden Untertiteln mittlerweile soooo einen Bart hat, ist es doch immer wieder herrlich:

(Via Kraftfuttermischwerk)

Heartbeats #2

Ich hatte diesen Song schon einmal hier verbloggt, aber …

Ich schaue den Tatort mittlerweile nur noch aus Gewohnheit, wirklich angetan bin ich davon jedenfalls nicht mehr. Aber es gibt immer wieder kleine Momente, in denen ich begeistert bin: etwa dann, wenn Musik eingespielt wird, von der ich glaube, der einzige Mensch auf der Welt zu sein, der sie kennt. Das gab es vor einiger Zeit schon mit Under Your Spell, letzte Woche dann aber auch mit Heartbeats von The Knife. Und, come on, so unbekannt kann der Song doch gar nicht sein, immerhin war der auf der fix-und-fertigen Spotify-Silvester-Playlist, die ich vor knapp anderthalb Jahren ungesehen angemacht habe, und auch auf der Rückseite der 1001 Songs: Musik, die Sie hören sollten, bevor das Leben vorbei ist ist Heartbeats geteasert.

Ähnlich ging es mir ja auch bei To Step Aside von den Pet Shop Boys, das irgendwann im Abspann einer deutschen Filmproduktion zu hören war, was mich durchaus zum Schmunzeln gebracht hat. Aber, immerhin: vor einiger Zeit saß mir im Zug eine Frau gegenüber, die das zugehörige Album Bilingual am Stück gehört hat. Nicht etwa über Kopfhörer, sondern über kleine Lautsprecher. Danach dürfte der halbe Zug To Step Aside zumindest einmal gehört haben.

Dieser Beitrag sollte aber doch nicht die Pet Shop Boys zum Thema haben, sondern The Knife. Also hier eine fantastische Live-Version von Heartbeats (bei der ich mich wechselweise an Super Mario Bros. und an J. erinnert fühle ;-)):

Ein Traum: iPhone mit OLED-Display

Die glühendsten Apple-Verfechter1 haben’s mit Tim Cook nicht wirklich leicht. Nun gut, vorher auch nicht, aber unter Cook scheint der Konzern nicht unbedingt verlegener geworden um starke Worte, aber doch deutlich wankelmütiger, was das Festhalten an diesen Aussagen angeht. Erinnert ihr euch noch? 3,5 Zoll für ein Smartphone und 9,7 Zoll für ein Tablet waren perfekt, alles andere ist doch aus verschiedensten Gründen nicht zu bedienen und würde ohnehin von niemandem gekauft. Dann kamen kleine Tablets, zunächst minimal größere und dann deutlich größere Smartphones, dann auch größere Tablets. Stifte für die Smartphone- oder Tablet-Bedienung waren Teufelszeug, ansteckbare Tastaturen sowieso, das Surface von Microsoft der letzte Scheiß … Das alles gibt es mittlerweile auch von Apple. Und jetzt auch noch das: das nächste iPhone kommt angeblich mit einem OLED-Display! Das finde ich schön, weil ich OLED echt super finde (ganz anders als den Rest der Samsung-Smartphones), mir aber immer erzählt worden ist, warum die Teile so übel sein sollen. Noch ist es nur ein Gerücht, aber ich würde mein aktuelles iPhone sofort und ungesehen gegen eine OLED-Variante davon austauschen.


  1. Ich meine diejenigen, die jeden noch so absurden Marketing-Quatsch von Apple entgegen aller Vernunft verteidigen, weil … na ja, weil’s halt Apple ist und damit allem anderen nur überlegen sein kann. Solche Spinner gibt es in jedem Lager, aber ausgerechnet von der Sorte kenne ich halt ein paar. 

Bundestrojaner: Linux wird leider nicht unterstützt

Ich mache ja (unter »meinesgleichen«) seit Jahren gerne den Witz, dass der erste Trojaner, den ich mir unter Linux einfangen werde, sicherlich seine Arbeit mit dem Hinweis auf eine veraltete glibc verweigern würde. So weit hergeholt scheinen solche Gedanken nicht zu sein.

Jedenfalls funktioniert der vom Bundeskriminalamt selbst entwickelte Bundestrojaner bisher nur unter Windows, wie Golem berichtet. Kein OS X, kein Linux, keine mobilen Betriebssysteme. Na Mensch, da sind ja sogar die übelsten Drucker-Hersteller noch weiter. Ich frage mich nur: Findet man beim BKA niemanden, der C-Programme auch außerhalb von Visual Studio kompilieren kann, oder ist das eher ein Zeit- bzw. Aufwands-Problem? Faustregel vorerst: Wer etwas Böses im Schilde führt, sollte einfach kein Windows benutzen.

Und alle anderen auch eher nicht.

It’s All Over Now, Baby Blue

Vor ein paar Tagen lief mal wieder die deutsche Verfilmung von Houellebecqs Elementarteilchen (u. a. mit Christian Ulmen, Moritz Bleibtreu und Franka Potente) im Free TV. Den Roman sollte man ohnehin mal gelesen haben, aber auch der Film ist sehr gelungen. In der Schluss-Szene dann kommt dieser tolle Song zum Einsatz: It’s All Over Now, Baby Blue, in der Fassung von Them, der damaligen Band von Van Morrison. Das Original ist von Bob Dylan, und der Rest der Welt hat den Song wahrscheinlich auch schon interpretiert. Aber die Version von Them ist wohl die beste. Für meinen Abspann, glaube ich, würde ich mir genau diesen Song wünschen. Merkt euch das ;-)


Them - Its All Over Now, Baby Blue (1970) von oee22