Es gibt ja doch IT-Sachverstand in der Politik

Wie gesagt: Es gibt ja doch IT-Sachverstand in der Politik! Nein, nicht in Deutschland. Nein, es geht natürlich nicht um Internet-ist-für-uns-alle-Neuland-Deutschland, sondern um den Premierminister von Singapur, Lee Hsien Loong, der einen von ihm selbst entwickelten Sudoku-Solver veröffentlicht hat.

Nachzulesen u. a. bei arstechnica: Prime Minister of Singapore shares his C++ code for Sudoku solver

(Sagt mir bitte Bescheid, falls ähnliches eines Tages auch in Deutschland geschehen sollte.)

Die erotische Seite der Informationstechnologie

Natürlich muss dieser gesamte IT-Kram ja irgendwie auch eine erotische Komponente besitzen, anders ist doch der Erfolg solcher Gadgets wie die »Apple Watch« gar nicht zu erklären :-)

Wenig überraschen kann also das Vorhandensein von erotischer IT-Literatur. Zumindest versucht sich ein kanadischer Autor unter dem Pseudonym Leonard Delaney daran, erotische Geschichten irgendwie mit IT-Themen zu vermengen und bei Amazon zu verscheuern. Und ich muss schon sagen: es sind äußerst interessante Titel, die sich Delaney da ausgedacht hat:

  • Invaded by the iWatch
  • Taken by the Tetris Block
  • Conquered by Clippy (!!!11elf!)

Und Mashable (der Link lohnt sich übrigens schon allein wegen der tollen Illustrationen) schreibt dazu: »Apple Watch-inspired erotica is a stroke of genius«

Via lesen.net

Falling

Ach, was ist das herrlich kitschig!

Aber viel wichtiger: jetzt heißt es nur noch ein Jahr warten: Nach 25 Jahren soll es tatsächlich eine Fortsetzung geben. (Wobei ich hoffe, dass das Projekt nicht doch noch wegen irgendwelcher Vertragsstreitereien scheitert.)

Schickt mir Postkarten!

Alte Postkarten

Nun ja, ich habe vor kurzem schon nebenbei das Thema »Postkarten« angesprochen … ich persönlich mag ja Postkarten, vielleicht gerade weil das Versenden von Postkarten so außer Mode gekommen ist. Aber es kann doch ausgesprochen nett sein, sich so einen Stapel aus über die Jahre gesammelten Postkarten mal wieder durchzuschauen. Da wundert man sich dann schon einmal, woher man überall Post erhalten hat (Odessa???) oder von wem. Man stellt fest, dass man bestimmten Leuten niemals zurück geschrieben hat (sorry) oder dass bestimmte Absender es über Jahre nicht hinbekommen haben, die korrekte Postleitzahl zu notieren.

Wie auch immer: Weil ich Postkarten doch so schön finde, möchte ich alle Leser aufrufen, mir welche zu schicken! Egal von wo. Ganz gleich, ob mit oder ohne Text, ob anonym oder mit Absender, ob selbstgebastelt oder Edgar-Gratiskarte. Und zwar bitte ich nicht nur meine »heimlich mitlesenden« Bekannten (ich weiß ja, dass es euch gibt!), sondern vor allem die Unbekannten, die Fremden, die über diese Seite stolpern und sich bestimmt fragen, wie sie mir etwas Gutes tun können ;-) Also denn: immer her mit den Karten! Ich verlasse mich auf euch!

(Ach ja, die Adresse findet man unter Kontakt.)

Depressive Unionsreflexe

Bild: Vincent van Gogh: An der Schwelle zur Ewigkeit. [1] Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons [2]

Laut Wikipedia sind allein in Deutschland geschätzt vier Millionen Menschen von einer Depression betroffen; gut 10.000 Menschen töten sich in Deutschland jedes Jahr selbst, die Anzahl der versuchten Selbsttötungen liegt beim 10- bis 15-fachen. Und was sagen CDU und CSU dazu?

Thomas de Maizère (CDU) ist sich nicht zu blöde, die Katastrophe um den Germanwings-Flug 4U9525 als Anlass zu nutzen, eine Ausweitung der Speicherung von Fluggastdaten auf Vorrat zu fordern, um »potenzielle Gefährder« aufzuspüren. Als sei es nicht zynischerweise ausgerechnet eine »Anti-Terror-Maßnahme«, die dem Kopiloten A. geholfen hat, seinen Plan in die Tat umzusetzen.

Und Joachim Herrmann, ganz in seiner Rolle als prototypischer bayerischer CSU-Mann, fordert – unter bestimmten Bedingungen – ein Berufsverbot für Menschen mit Depressionen. Als würde das irgendwelche Probleme lösen und nicht nur den Druck auf die Betreffenden erhöhen, ihre Leiden noch stärker zu verstecken und Normalität vorzutäuschen.

Ehrlich: Ich wünsche mir zur Abwechslung auch einmal einen Innenminister, der einfach sagt: Auf dieses und jenes Ereignis gibt es keine sicherheitspolitischen Antworten.

Passend dazu: Erzaehlmirnix.
Siehe auch: Kraftfuttermischwerk / Die Zeit / Katja Berlin