Kein Geld für Software

Der IT-Branchenverband Bitkom hat die Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, nach denen die Hälfte aller Bundesbürger niemals Geld für (zusätzliche) PC-Software ausgibt. Nun, das ist nicht besonders überraschend oder sogar etwas Neues. Und natürlich auch keine schöne Erkenntnis. Es macht aber noch einmal deutlich, was für ein absurdes Theater es ist, wenn der Verleger Hubert Burda sich zusammen phantasiert, Zeitschriften- und Zeitungsverleger ginge es »im Internet« in irgend einer Art und Weise schlechter als Programmierern bzw. Software-Produzenten. Aber was rege ich mich über so einen Schwachsinn auf.

Arschlöcher, Teil 2

Früher – also so vor zehn Jahren oder so – mochte ich den Don Alphonso nicht, gehörte er doch, das war zumindest meine Wahrnehmung, zu den am fleißigsten pöbelnden Schreihälsen im deutschsprachigen Internet. Mittlerweile lese ich es eigentlich ganz gern, wenn er – beispielsweise – ganz sachlich die Probleme der Piratenpartei bzw. einiger ihrer (ehemaligen) Protagonisten analysiert.

Nun hatte ich ja neulich geschrieben, dass es aktuell so etwas wie eine Debatte über Arschlöcher im Internet, pardon, die Debatten-(Un-)Kultur im Internet gibt.

Auch Don Alphonso hat sich dazu mittlerweile zu Wort gemeldet. Mit einem wirklich lesenswerten Text, der viele, viele Beispiele verlinkt. Auch Fefe hat hier und hier ein paar Gedanken dazu aufgeschrieben, u. a. diesen hier:

Ich nehme ja hier im Blog auch selten ein Blatt vor den Mund, aber das heißt nicht, dass man andere Menschen so persönlich anpinkeln muss.

Und jetzt darf man dreimal raten, was die beiden auf Twitter und Co für Reaktionen dafür ernten? Richtig: auf sie mit Gebrüll! Wobei das noch eine nette Umschreibung für die Reaktionen ist. Ach, wenn’s nicht so traurig wäre …

Das Internet ist voll von Arschlöchern

Linux-Entwickler Lennart Poettering hat seine eigenen Vorstellungen davon, wie der Systemkern aufgebaut sein sollte – und erhält dafür aggressive Reaktionen von Beleidigungen bis hin zu Todesdrohungen. Anita Sarkeesian kritisiert Sexismus in Computerspielen – und bekommt dafür das gesamte Spektrum an Widerlichkeiten ab, die man sich nur vorstellen kann. Tech-Blogger Sascha Pallenberg blubbert die Autorin Yasmina Banaszczuk auf Twitter ein wenig an; sie meint, er würde sich einen darauf »fappen«, was er höhnisch bejaht – und prompt ergießt sich über »Palle« per Twitter und Facebook ein riesiger Kübel aus Anfeindungen, Sexismus-Vorwürfen und Beschimpfungen. Was diejenigen, die meinen, ihn verteigen zu müssen, mindestens ebenso geschmacklos beantworten.

Emma Watson hält in ihrer Rolle als UN-Sonderbotschafterin für die Rechte von Frauen eine vielbeachtete Rede vor der UN-Versammlung – und wird dafür heruntergeputzt, beschimpft, lächerlich gemacht. Von allen Seiten, also nicht nur von den »bösen Maskus«, sondern auch von Feministinnen.

Mit der Piratenpartei hat sich sogar eine ganze Partei über all den Hass, der da über Twitter, Blogs und andere Kanäle ausgeteilt worden ist, selbst zerlegt. Ganz gleich, ob jetzt Anke Domscheit-Berg, Udo Vetter, Sebastion Nerz, Julia Schramm, Stefan Körner oder jeder andere auch: Diejenigen, die in der Partei etwas zu sagen hatten oder etwas sagen wollten, mussten sich darauf einstellen, pausenlos »mit Scheiße beworfen« zu werden.

Beispiele für eine Hass-Kultur im Internet gibt es viele. Das Internet (und zwar speziell Blogs) könnte(n) so ein toller Ort sein, um sich auszutauschen und um zu debattieren, um seinen Horizont zu erweitern. Filter-Bubbles, ausgeprägtes Schwarz-Weiß-Denken, Missionierungsdrang und Verbohrtheit bis hin zu ungehemmtem Hass machen das alles leider ziemlich kaputt.

Während die Frage, was manche Menschen denn so antreibt, wahrscheinlich nicht beantwortet werden kann, kann man sich – als Twitter-Nutzer, als Blogger, als Autor oder was auch immer – selbst die Frage stellen, wie man damit umgehen soll. Angestoßen von einem Text von Das Nuf (der Text enthält wiederum Links zu weiteren lesenswerten Beiträgen) scheint sich aktuell so etwas wie eine ernsthafte Debatte über dieses Thema zu entwickeln. Allein: mir fehlt der Glaube, dass diese gutgemeinten Texte tatsächlich etwas an der Diskussions- und Hass-Kultur im Internet ändern können.

Neue Software: agGaps für Android

agGaps

So, es gibt neue Software von mir. Dieses Mal ein kleines, aber feines Kartenspiel für Android-Tablets. (Technisch gesehen läuft es natürlich auch auf jedem Handy, aber dann wird es unspielbar klein …)

Eigentlich war das Ganze eher ein kleines Experiment für mich, wollte ich mich doch ein wenig in die Web-App-Entwicklung mit Hilfe von Cordova und Netbeans einarbeiten. Das Spiel ist eine Portierung bzw. Überarbeitung einer Uralt-Umsetzung, die ich bereits vor über zehn Jahren (also lange Zeit vor HTML5 :-)) angefertigt hatte. Für meine damalige Freundin übrigens. Na ja.

Mir persönlich macht das Spielprinzip jedenfalls immer noch Spaß; vielleicht findet ja auch noch der eine oder andere Besucher Gefallen daran. Für Kritik, Anregungen und dergleichen bin ich wie immer dankbar.

Zum Spiel

Bäcker auf Dänisch

Laid Back, Bakerman

You got to cool down
Take it easy
You got to cool down, relax
Take it easy
Slow down (slow down) relax (relax)
It’s too late to worry
Slow down (slow down)
Take it easy
Take it easy
Take it easy