Lage in serbischem Flüchtlingslager eskaliert

Furchtbare Bilder erreichen uns aus einem serbischen Flüchtlingslager. Die Polizei dort hat die Lage überhaupt nicht mehr im Griff. Schlimm.

(Via Fefe.)

I’m waiting here

Wahrscheinlich kann man David Lynch sogar vorwerfen, musikalisch auch immer irgendwie das gleiche zu machen … aber immerhin macht er das dann auch recht ordentlich. Und hiermit wünsche ich allen Lesern ein schönes neues Jahr 2016!

Ein Weihnachtsgeschenk von den Beatles

O. hat mich damals ja immer ein wenig genervt mit ihrem Faible für die ach so tollen Beatles. Aber einige Songs mochte ich trotzdem immer sehr gern. Und nachdem die Beatles sich mit diesem Digitalkram immer etwas schwergetan haben, gibt es als Weihnachtsgeschenk ab heute endlich ihren gesamten Katalog über die üblichen Streaming-Anbieter. In diesem Sinne: allen frohe Weihnachten und ein paar besinnliche Tage!

Under Your Spell

Gerade gestern im Tatort verwurstet verwendet:
Desire mit Under Your Spell.

Mädchen für alles

Auch eine schlechte Rezension kann ein Buch erst richtig interessant machen. Jedenfalls habe ich den neuen Roman von Charlotte Roche nur deshalb gelesen, weil mich der Verriss bei FAZ.NET neugierig gemacht hatte.

Mädchen für alles

Charlotte Roche hat mit »Mädchen für alles« ihren dritten Roman vorgelegt, und dieser wäre sicherlich komplett an mir vorbeigegangen, wenn mich nicht einer kleiner Artikel der FAZ darauf aufmerksam gemacht hätte:

Das Konstrukt des Romans im Ganzen ist schwer erträglich. Nicht bloß, weil es hetero- wie homosexuelle Beziehungen denunziert, als Vorwand für eine Vorlustspanne, die an einigen Stellen ausgeweidet wird, sondern auch, weil unbeirrt eine klassische Trias infantiler Mechanismen durchgespielt wird – Schmerz, Verführung, Aggression. Jede Form erwachsener Kontrolle scheint bei Chrissi weitgehend ausgeschaltet.

Ach verdammt, ich fürchte, ich habe eine Vorliebe für kaputte Menschen und natürlich für Bücher über kaputte Menschen … Was die Rezensentin hier für »schwer erträglich« hält, macht eine Erzählung für mich erst interessant: das Spielen mit Normen und festen Vorstellungen, der Blick auf etwas Unerwartetes. Wer möchte schon eine Geschichte lesen, in der nichts Außergewöhnliches passiert?

Auch im Freitag stößt das Buch zumindest bei Teresa Bücker in ihrer Rezension unter dem Stichwort »nervtötend« auf wenig Gegenliebe. Bücker sucht nach einer politischen Aussage:

Es hätte auch Jörg sein können, der Hausarbeit und Erziehung seiner Frau überlässt und fremdgeht. Aber ist die Umkehrung der Rolle schon Emanzipation? Ein Tabubruch? Wenn Mädchen für alles eine Gesellschaftskritik sein soll, dann wirft Roche jedenfalls nicht die Frage nach akzeptablen Mütterbildern auf.

Mal unter uns: Wer in Romanen von Charlotte Roche politische Debattenbeiträge sucht, der sucht schlicht an der falschen Stelle. Außerdem: Es ist doch nicht schon ein Tabubruch, dass es tatsächlich mal die Frau ist, die in die Rolle des bad guy schlüpft!

Mittlerweile habe ich das recht dünne Büchlein dann mal gelesen. Kurzzusammenfassung: Eine frustrierte Hausfrau, überforderte Mutter und von der frühen Scheidung ihrer Eltern traumatisierte Frau verführt die neue Haushälterin und fasst den Plan, zusammen mit (dem unwissenden) Mädchen für alles die eigenen Eltern zu töten. Fazit: Die Handlung ist insgesamt ziemlich banal und nicht gerade spannend, das Ende ist eher enttäuschend. Die einfache, lockere Sprache, ein paar Szenen mit lesbischem Sex und die ausführlich geschilderten Gewaltphantasien machen das Buch trotzdem zu einer halbwegs unterhaltsamen, wenn auch nicht gerade fordernden Lektüre. Macht zwei Punkte von fünf auf der Gewi-Skala!