Das frühe Smartphone

Smartphone VPA Compact

Genau genommen konnte das frühe Smartphone (so um 2005) auch schon alles, was man heute mit dem Handy so macht. Allerdings war man damals noch so frei, Software und Musik aus beliebigen Quellen installieren zu können. Andererseits war das Software-Angebot nicht so groß wie heute. Und weil der mobile Internet Explorer so schlecht war, musste man fast schon zwangsweise auf Opera Mini, der auch nicht alles konnte, setzen.

Damals wurde der Markt mit zahlreichen Windows Mobile-Geräten überschwemmt: entweder noch als klassische PDAs oder in Form von Smartphones, welche nichts anderes waren als PDAs mit eingebauter Telefonfunktion. Das war nicht nur der Anfang vom Ende der Geräteklasse PDA, sondern auch der endgültige Todesstoß für das einst marktbeherrschende und irgendwo in der Zeit stecken gebliebene (Classic) PalmOS. Das hatte, am Rande erzählt, übrigens auch schon bunte Icons auf dem Startbildschirm.

Die seinerzeit einzige Alternative zu den Windows-Geräten waren einige teure Communicator-Modelle von Nokia. Leider hat es Nokia geschafft, aus der hervorragenden EPOC-R5-Vorlage einen Haufen unübersichtlichem und unfunktionalem Mist zu machen. Eigentlich kaum zu glauben, wie schlecht der Communicator im Vergleich zu den PSION-Geräten (die dank hervorragender mitgelieferter Software noch wahre Produktivität ermöglichten) war.

Erst mit dem iPhone und später Android gab es wieder ordentlich frischen Wind im Smartphone-Markt. Zum Leidwesen sowohl von Microsoft als auch von Nokia. Beide sind die großen Marktverlierer der vergangenen Jahre und arbeiten mittlerweile zusammen, um mit Windows Phone 7 wieder in die Erfolgsspur zu kommen. Viele erwarten sogar eine Übernahme von Nokias Smartphonesparte durch Microsoft noch in diesem Jahr.

Nebenbei: Die Tatsache, dass das erste Android-Telefon von HTC gefertigt wurde (von HTC stammt auch das oben abgebildete VPA Compact), ließ mich anfangs noch bezweifeln, dass Android ein Erfolg werden könnte. Das G1 war aber auch wirklich schlimm und klapprig. Das hat sich glücklicherweise mit Erscheinen des HTC Desire und der Nachfolger geändert.

Der größte Unterschied aber (abgesehen vom schickeren Äußeren) zwischen damals und heute ist vor allem die Verfügbarkeit von bezahlbaren Daten-Flatrates. Vor einigen Jahren konnte man mit seinen Devices zwar munter ins Internet, wurde dabei allerdings auch arm. Diese Tatsache ist vermutlich das größte Verdienst des iPhones.

Ein frohes Fest …

Frohe Weihnachten!

Es ist schon wieder soweit. Ich hoffe, alle haben ihre Geschenke beisammen und die letzten Erledigungen gemacht. Ich wünsche allen Lesern, zufällig Vorbeistolpernden und Bekannten ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest!

(Und warum kriege ich eigentlich nie Weihnachtskarten? Ich bin empört!)

Was man auch nicht mehr vermisst

Die IT-Branche hat im Verlaufe der letzten Jahrzehnte immer wieder äußerst merkwürdige Dinge hervorgebracht. An viele Macken hat man sich gewöhnt, nimmt sie vielleicht schon ganz gelassen hin. Andere Eigenheiten verschwinden glücklicherweise einfach wieder. Eine kleine Auswahl.

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Glanzstücke der Neunziger #7: Billy Joel, The River Of Dreams

Nett und fröhlich: Der Titelsong vom 1993 erschienenen Album „River of Dreams“ von Billy Joel. Bitte vor allem den Anfang laut mitsingen: „In the middle of the night …“ :-)

Warum mich der Internet Explorer immer wieder in den Wahnsinn treibt

Warum? Wegen Bugs wie diesem hier. Wird HTML-Code per XmlHttpRequest / AJAX geladen und per InnerHTML in eine Seite eingefügt, verschluckt der IE9 sich an Tabellenkonstrukten, sofern Whitespace zwischen öffnenden und schließenden Tags steht. Es ist mir unverständlich, wie so etwas (in der Umsetzung) passieren kann. Aber was soll’s. Verschiedene Probleme mit der Interpretation von Whitespace hatte der Internet Explorer immer wieder mal. Also heißt es als Workaround – schon wieder – den Whitespace zwischen den Tags zu entfernen. Toll.

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