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MiniDisc: eine Ära geht zu Ende

Die MiniDisc ist tot
Der März ist vorbei, und die Zeit der MIniDisc auch: Laut Golem sollten die letzten MiniDisc-Anlagen im März in Japan ausgeliefert werden. Medien werden zwar noch eine Weile produziert werden, aber neue Abspielgeräte wird man man dann endgültig nicht mehr kaufen können. Hierzulande geht das ohnehin schon seit langem nicht mehr. Außerdem: wer heute auf seinem modernen Betriebssystem einfach so Musik vom PC auf seine MiniDisc übertragen möchte, der findet keine kompatible Software mehr.
Eigentlich war die MiniDisc schon ziemlich cool, vor allem auch im Vergleich zur unhandlichen CD. Heute allerdings scheint das Medium wirklich überflüssig. Seit mittlerweile mehr als zehn Jahren (huch!) gibt es schließlich schon MP3-Player für den Massenmarkt. Die sind nochmals kleiner und handlicher als die MD, bieten deutlich mehr Speicherkapazität (es müssen keine Discs mehr gewechselt werden!) und sind in der Regel nicht durch DRM künstlich eingeschränkt. Heute ist praktisch in jedem Handy ein solcher MP3-Player integriert – und jedermann besitzt ein Handy.
Die verschiedenen Cloud-Streaming-Dienste sind noch vergleichsweise neu, machen nun aber selbst das Übertragen von Musik und Playlisten auf mobile Geräte überflüssig. Zumindest theoretisch kann mittlerweile überall via PC, Tablet oder Smartphone auf seine Musiksammlung inklusive Bewertungen, Playlists usw. zugreifen, allein die passende Software (bei Google und Amazon reicht ein Web-Browser) und die persönlichen Login-Daten sind notwendig. Wer wollte da noch minuten- oder stundenlang Musik auf rasselnde Scheiben übertragen?
Medienrevolution

Langsam hat es begonnen. Irgendwann hatten unsere Rechner so gute (und dabei für alle erschwingliche) Soundkarten eingebaut, dass wir am PC mindestens in CD-Qualität Musik hören konnten. Anfangs waren es noch Wave-Dateien, später die ersten MP3s, die man oft genug noch selbst von CD gerippt hat, statt sie aus dem Internet zu laden. Nach und nach kamen dann Internetradio, Napster, schnelle DSL-Anschlüsse, getauschte Videos, iTunes, irgendwann Napster mit Flatrate, WLAN und Streaming-Angebote wie Grooveshark oder Spotify und zuletzt massenweise Smartphones inklusive bezahlbarer Internet-Flatrates.
Die kabellose Smartphone- oder Tablet-Dockingstation, vielleicht noch gemischt mit AppleTV, GoogleTV oder (Samsungs) Smart TV, macht DVD-Player, Mini-Disk-Deck, Radio-Tuner und den Rest der teuren HiFi-Anlage im Wohnzimmerschrank komplett überflüssig. Streaming-Apps wie Last.FM, TuneIn Radio, Spotify, Putpat, Youtube oder The Hype Maschine liefern Inhalte ohne Ende, mit und ohne Bild, für jeden Geschmack etwas.
Da ich in den letzten Tagen etwas Freizeit hatte, habe ich tatsächlich genau das getan: Bis auf den Verstärker habe ich die komplette HiFi-Anlage entsorgt. Inhalte kommen über den internetfähigen Fernseher oder die angeschlossene Dockingstation für das iPhone. Was will man noch mehr?
Glanzstücke der Neunziger #7: Billy Joel, The River Of Dreams
Nett und fröhlich: Der Titelsong vom 1993 erschienenen Album „River of Dreams“ von Billy Joel. Bitte vor allem den Anfang laut mitsingen: „In the middle of the night …“ ![]()
Happy Halloween!
Heute ist Montag, heute ist Halloween, was liegt da näher, als noch schnell entsprechende Musik zu posten: Bobby „Boris“ Picket mit so einer Art Welthit (der es immerhin auch schon in eine Folge der Simpsons geschafft hat): Monster Mash.
Glanzstücke der Neunziger #6: Wamdue Project, King of my Castle
Ich konnte anfangs nicht wirklich etwas damit anfangen, spätestens nach dem Film „Ghost in the Shell“ dafür umso mehr. Zweifelsohne genau wie der Film ein echtes Glanzstück der Neunziger: King of my Castle.
Happy birthday, Freddie Mercury
Die Wikipedia schreibt:
Er gilt als einer der bedeutendsten Rocksänger der 1970er und 1980er Jahre. Berühmt wurde er als Leadsänger der Band Queen. Die Musikzeitschrift Rolling Stone setzte ihn auf Platz 18 der Liste der besten Sänger aller Zeiten.
Die Rede ist hier von Freddie Mercury, der heute 65 Jahre alt geworden wäre.
Zum Geburtstag gratulieren nicht nur Google (mit einem ganz
besonderen Doodle; siehe unten) sowie Band-Kollege und Freund Dr. Brian May (mit einem Gast-Beitrag im Google-Blog), sondern auf dem offiziellen Youtube-Channel von
Queen auch einige Stars wie Billy Corgan (Smashing Pumpkins), Taylor
Hawkins (Foo Fighters), Katy Perry und sogar Miss Piggy von den
Muppets. Dort gibt es außerdem einen mehr als eineinhalbstündigen
Stream vom Wembley-Konzert von 1986. (Dieses Konzert habe ich vor ein paar Jahren noch gemeinsam mit C. bei Rock am Schloss auf einer Video-Leinwand gesehen. Dieses Jahr stand die Veranstaltung auch wieder im Zeichen von Queen. Und ich war nicht da. Hmmm.)
Als alter Queen-Fan schließe ich mich den Gratulanten an und sage ebenfalls: „Happy birthday, Freddie!“
Glanzstücke der Neunziger #5: Alanis Morissette, Uninvited
Zum Soundtrack zu „Stadt der Engel“ steuerte Alanis Morissette 1998 den Titel „Uninvited“ bei. Vielleicht der beste Song, den sie gemacht hat.
Glanzstücke der Neunziger #4: Nick Cave & Kylie Minogue, Where The Wild Roses Grow
Irgendwie ist der Song etwas eigenwillig, irgendwie typisch Nick Cave und mitten aus Minogues Experimentier-Phase MItte / Ende der Neunziger (in der sie auch mit den Pet Shop Boys einen Song aufgenommen hat), aber gleichzeitig ist es auch eine großartige Ballade: Where The Wild Roses Grow.
Glanzstücke der Neunziger #3: Die Ärzte, Mach die Augen zu
Und noch schnell zum Valentinstag ein großartiger Song von den Ärzten: Mach die Augen zu!
UPnP-Audio-Streaming unter Android und iOS
![[Lautsprecher]](/img/blog/speakers.jpg)
Peter.shaman
at pl.wikipedia
[GFDL,
CC-BY-SA-3.0
or CC-BY-SA-2.5-2.0-1.0],
Wikimedia Commons
Als ich mein iPhone damals ganz neu hatte, kam mir früh die Idee für eine Killer-App: ein Audio-Streaming-Client für das DLNA/UPnP-Protokoll. (Naheliegend. Immerhin kann „mein“ Linux von Haus aus seine Musik über dieses Protokoll verteilen.) Natürlich habe ich das Vorhaben niemals in die Tat umgesetzt. Allerdings hätten sich die Bedingungen der GPL auch nicht mit denen von Apples App Store in Einklang bringen lassen. Mein damaliger Chef, der sein Handy sicherlich anders nutzt als ich, schien mich angesichts dieser Idee für relativ bekloppt zu halten, so war zumindest mein Eindruck.
Na ja. Wer heute ein Android-Handy oder -Tablet in der Hand hält, wird feststellen, dass – Überraschung! – UPnP-Streaming zum Standard-Funktionsumfang der installierten Software gehört. Auch für iOS gibt es mittlerweile, beispielsweise mit dem PlugPlayer, im App Store verfügbare UPnP-Streaming-Clients.
Also: Um überall zu Hause (im Bad, in der Küche …) durch seine Musiksammlung zu zappen, braucht man nicht gleich den gesamten Kram mit seinem Mobilgerät zu synchronisieren – ohnehin eine blöde Idee, von der Apple bei der letzten Revision seines AppleTV nicht ihne Grund auch endlich Abstand genommen hat!